Zusammenfassend Das romantische Verona: Die Stadt der Scaliger gilt seit jeher als Ort tiefer Gefühle, allen voran der Liebe, da sie Schauplatz einer der intensivsten und zeitlosesten Geschichten aller Zeiten ist. Viele Fragen drängen sich auf, wenn man über die Geschichte von Romeo und Julia nachdenkt, doch eine davon eröffnet besonders interessante Interpretationsmöglichkeiten: Wem verdankt eine Geschichte, die in einer Tragödie endet, ihren unvergänglichen Reiz? In der kollektiven Vorstellung ist Verona gleichbedeutend mit Julia, einer romantischen Heldin, die zugleich zerbrechlich, naiv und mutig ist. Die Fantasie von Bandello und Da Porto, die Poesie Shakespeares, die Volkstradition sowie das italienische und internationale Kino haben aus einer Figur eine Freundin gemacht, die man wiederfinden und der man Briefe schreiben kann, um ihr Liebesgeheimnisse anzuvertrauen. Das ist der Schlüssel zu dieser Tour durch das romantische Verona, das Verona einer Heldin, die in erster Linie eine junge Frau ist, mit ihren Gefühlen, Träumen und inneren Monologen. Dauer: 2 Stunden Preis: ab 140 € (Museumseintritte nicht inbegriffen) |
Die Orte des romantischen Verona
Die Piazza Erbe, die Piazza dei Signori und das Haus der Julia mit dem berühmten Balkon sind einige der Stationen dieser Tour durch das romantische Verona – ein Erlebnis, das auch einige Überraschungen bereithält… Von diesen Orten ist das Haus der Julia vielleicht der bekannteste und am engsten mit der Geschichte des romantischen Verona verbunden.
Wir befinden uns in der heutigen Via Cappello, der ehemaligen römischen Hauptstraße, in einem mittelalterlichen Haus, das den Reisenden mit Tafeln voller Liebesbotschaften, Zitate von Verliebten und symbolträchtigen Gegenständen empfängt.
Dies ist der Eingang zur Liebe, der sich zum Innenhof von Julias Haus hin öffnet und im Laufe der Jahre zu einem Pilgerort für Verliebte aus aller Welt geworden ist.

Im Innenhof fällt sofort der berühmte Balkon der Julia ins Auge – ein Ort, der den Reisenden die Dame vor Augen führt, die sich in den sanft vom Mond beleuchteten Nächten vor Sehnsucht verzehrt.
Der Zauber ist zwar da, doch sollte man bedenken, dass dies einst der Wohnsitz der Familie Dal Cappello war – ein Name, der an den Familiennamen Capuleti erinnert –, doch gibt es keine historische Gewissheit, dass dies tatsächlich Julias Haus war.

Der Ort zählt auf jeden Fall zu den Wahrzeichen des romantischen Verona, nicht zuletzt dank der Bronzestatue der Julia, die im Innenhof steht. Die Brust der Statue zu berühren, soll den Verliebten Glück bringen, weshalb der Besuch im Haus der Julia zu den interessantesten Stationen im romantischen Verona gehört.
Die anderen, die sich durch die Altstadt schlängeln, begleiten den Reisenden auf seiner Entdeckungsreise durch Verona aus einer einzigartigen Perspektive: aus der Sicht eines verliebten Mädchens im Mittelalter.
Diese Erfahrung zeigt, wie sehr Liebesgeschichten seit jeher eine magnetische Anziehungskraft auf die Menschen ausüben. Es ist in der Tat interessant, dass es keine historischen Belege für die Existenz von Romeo und Julia gibt und dass offenbar auch Shakespeare selbst nie in Verona gewesen ist.
Und doch haben die Kraft der Tragödie und ihre Aufarbeitung in jeder Kunstform sie zu einem Symbol für das stärkste aller Gefühle gemacht: die Liebe, die Verona mit ihren Protagonisten, aber auch mit ihrer Schönheit als ewige Stadt feiert.
Bildquelle: Foto von Marcel Heil auf Unsplash